Quinoa – Superfood aus Südamerika

Quinoa ist in den letzten Jahren zu einem wahren Food-Trend avanciert. Ob als Beilage oder Burger, im Salat oder Müsli – es findet in fast jedem Gericht seinen Platz. Unter den Liebhabern zählt es zum Superfood – damit sind Lebensmittel gemeint, die als besonders gesund gelten.

Pflanze mit vielen Namen

Wetten, Sie haben «Quinoa» falsch ausgesprochen? Weit verbreitet ist die Aussprache «Kinoa» – möchten Sie es aber wie die südamerikanischen Ureinwohner aussprechen, wird es korrekterweise «kienwah» ausgesprochen. Für alle, die sich dem Aussprachedilemma entziehen wollen: Quinoa ist eine Pflanze, die sich nicht mit einem Namen zufriedengibt. Und so kennt man sie auch unter dem Namen «Reismelde», «Inkareis» oder auch «Andenhirse» – um nur einige zu nennen. Die einjährige krautige Pflanze ist seit einigen Jahren – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde – und besonders bei Veganern und gesundheitsbewussten Geniessern beliebt. Aber so wirklich «neu» ist Quinoa keineswegs: In den Anden wird Quinoa schon seit vielen Jahren als Nutzpflanze kultiviert. In Peru zum Beispiel gilt sie als Grundnahrungsmittel und wird schon seit über 6000 Jahren von Menschen verzehrt. Die Pflanze ist extrem anpassungsfähig, raues Klima und schlechte Böden halten sie nicht vom Wachsen ab. Daher wird Quinoa oft dort angebaut, wo viele Getreidearten nicht überleben könnten: in Höhen bis zu 4000 Meter.

2013 – das Quinoa-Jahr

Diese Robustheit und das unkomplizierte Anbauen ist einer der Gründe, warum viele Ernährungswissenschaftler sich darüber einig sind, dass Quinoa wesentlich dazu beitragen kann, das Problem des Welthungers bekämpfen zu können. Die Vereinten Nationen erachten Quinoa in dieser Rolle sogar als so wichtig, dass sie das Jahr 2013 zum Jahr der Quinoa erklärt haben.

«Pseudogetreide»

Die essbaren Samen haben zwar viel mit bekannten Getreideformen gemeinsam, werden diesen aber nicht zugeordnet. Tatsächlich gehören sie nämlich zur Familie der Fuchsschwanzgewächse – und sehen auch ein bisschen so aus wie einer. Da Quinoa ähnliche Inhaltsstoffe wie die «echten» Getreidearten hat und auch so verwendet wird, ist sie ein sogenanntes «Pseudogetreide».

Quinoa richtig zubereiten

Der Begriff «Pseudogetreide» verrät es eigentlich schon: Quinoa kann genauso wie Getreide genutzt werden. Das freut selbstverständlich alle, die mit Unverträglichkeiten gegenüber den gängigen Getreidesorten zu kämpfen haben. Quinoasamen werden wie Reis gekocht – nur mit mehr Wasser, denn die kleinen Samen nehmen viel Flüssigkeit auf und quellen schnell auf. Wie auch bei Reis sollte darauf geachtet werden, die Samen vorab gut zu waschen. Denn sie dürfen nicht mit Schale verzehrt werden, da sie den Bitterstoff Saponin enthalten. Aber keine Angst: Hierzulande erhält man den Inkareis küchenfertig – also schon geschält. Trotzdem gilt: Vorher immer gut abwaschen, denn es können immer Reste der Saponine enthalten sein.

Das steckt drin

Wirft man einen Blick auf die Inhaltsstoffe, wird schnell klar, warum Quinoa als «Superfood» gilt: Es ist glutenfrei und weist einen hohen Proteingehalt auf. So kommt auf 100 g Quinoa rund 13 g Eiweiss. Und auch die enthaltenen Mineralstoffe können sich sehen lassen: So sind die Samen reich an Kalium, Phosphor, Magnesium und Kalzium.

Und wer jetzt Lust auf etwas richtig Gesundes hat, für den haben wir ein Rezept für einen Tilsiter-Quinoa-Salat: Er sorgt mit Jungspinat, Orange und Baumnüssen für ein grossartiges Geschmackserlebnis! Am besten bereiten Sie das Rezept mit unserem blauen Tilsiter zu – den gibt es jetzt neu auch in der Migros, im Coop und Volg.

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