Claudia Moya

21.02.2020

Schweizer Tilsiter ist von Natur aus ein laktosefreier Käse – hätten Sie das gewusst?

Bei der Käseherstellung werden der Milch Lab oder natürliche Labersatzstoffe zugesetzt. Diese führen zusammen mit einer definierten Temperaturführung zu einem eigentlichen Konzentrationsprozess, wobei rund 90 % der ursprünglichen Milch den frischen Käsebruch als Molke (Schotte, Sirte) verlässt. In dieser Molke befindet sich auch der grösste Teil der Laktose.
Der Rest der Laktose im noch jungen Käse wird bei der anschliessenden Käsereifung durch die natürlichen Milchsäurebakterien zu Milchsäure und teilweise auch zu Löcher bildenden Gasen umgewandelt. Dieser Prozess ist so effektiv, dass der fertige Käse – und damit auch unser Tilsiter – weniger als 0,1 g Laktose/100 g enthält und daher als «von Natur aus laktosefrei» bezeichnet werden kann.

Fakten:

Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), verliert das Verdauungssystem der betroffenen Menschen die noch bei den Säuglingen vorhandene Fähigkeit, das Verdauungsenzym Laktase in ausreichender Menge zu bilden. Laktase spaltet die im Dünndarm nicht resorbierbare Laktose in die Monomere Glucose und Galactose, welche vom Verdauungssystem aufgenommen werden.
So passiert die Laktose den Dünndarm unverdaut und gelangt in den Dickdarm, wo sie durch die dort anwesenden Bakterien vergoren wird. Die dadurch entstehenden Gase führen zu Blähungen und damit zu den typischen Symptomen einer Laktoseunverträglichkeit.
Die Laktoseintoleranz kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.

Von der Laktoseintoleranz unterscheiden sich eine Allergie, eine immunologische Reaktion – der Körper reagiert bereits auf kleinste Mengen eines bestimmten Eiweisses. Diese Personen müssen auf den Genuss von Käse wie auch von anderen Milchprodukten verzichten.

Ausführliche Informationen finden Sie im Quellenverweis: Merkblatt Ernährung SGE

Empfehlung/Tipp für Personen mit einer Laktoseintoleranz:

  • Kleine Mengen über den Tag verteilt essen.
  • Ausprobieren, was einem persönlich bekömmlich ist.

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GJ | 05.03.2020

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